Das 3gassige HRL ist 117m lang, 13m breit und 9m hoch. Es werden 3.950 Gitterboxen, Europaletten und spezielle Werkzeugpaletten mit jeweils bis zu 2.000kg gelagert. An den beiden Schmalseiten sind Kopfregale installiert. Die Bedienung erfolgt mit einem kurvengängigen RBG, das im Rundlauf fahren kann.
Es existieren an den Schmalseiten des HRLs je 1 und an einer Längsseite 3 Ein-/Ausschleusstation mit 3strängigen Kettenförderern. Hinzu kommt 1 Station, die nur mit 2 Kettenförderern für die Auslagerung versehen ist. Im Versand ist die Ausschleusstation aus Platzgründen im rechten Winkel angeordnet und weist eine Puffermöglichkeit für 8 Paletten auf. Da das Werksareal am Hang liegt, sind 4 Ein-/Ausschleusstationen auf der Ebene der untersten Fachhöhe angeordnet, für 3 Stationen musste von Saar Lagertechnik eine Unterkonstruktion geschaffen werden, um die Höhe von 1.900mm auszugleichen.
Bei der Einlagerung erfolgt auf der Fördertechnik die Konturen- und Fußfreiraumkontrolle, außerdem wird die Palettenhöhe ermittelt. Dadurch kann das Lagerverwaltungssystem den zugehörigen Lagerplatz auswählen. Es existieren Lagerfächer für Palettenhöhen 380, 500, 700, 970 und 1.525mm. Außerdem wird über eine in die Fördertechnik integrierte Waage das Palettengewicht festgestellt. Durch Vergleich mit den Artikelstammdaten kann insbesondere bei Werkzeugpaletten festgestellt werden, ob Teile des Werkzeugsatzes fehlen.
Besonderheit des Lagersilos ist eine Verschmälerung der äußeren Regalzeile, da an dieser Seite eine schräg verlaufende Hang-Stützmauer existierte. Auftragsumfang von Saar Lagertechnik war auch, diesen bis zu 2m breiten Spalt durch ein Schleppdach zu überbrücken.
Das RBG dient nicht nur für die Ein- und Auslagerung, sondern auch als Transportfahrzeug zwischen den Ein-/Ausschleusstationen der einzelnen Abteilungen. Alle Vorgänge im Lager können von einer im Kopfregal integrierten Besucherplattform beobachtet werden.
VIDEO: Regalbediengerät.
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